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Tandaradei
Corvus Corax
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Akareyon

Corvus Corax (verfasst: Montag, 4. August 2003, 18:19) #

Naja, Corvus Corax. Ich habe Werbeplakate für einem Auftritt dieser Band ("Könige der Spielleute", wie sie sich nennen) in der Göttinger Outpost gesehen, fand einen Artikel in der Orkus (über das Album Mille Anni Passi Sunt), und hab' mir gedacht: Mensch, kannste ja mal kaufen. Gesagt, getan, als Neukunde bei Amazon.de dem Kaufrausch verfallen und nach zwei Tagen dieses wunderschöne rote Album Viator in den Händen gehalten. Eingelegt und mal wieder ein "Aha"-Erlebnis genossen.

  Instrumentierung und Melodien klingen überzeugend mittelalterlich, doch die Trommeln etc. hörten sich von Sound und vom Rhythmus recht... technohaft an. Doch bleibt die Musik an sich und als solche mittelalterlich, sie verkommt nicht zu besserer Techno- oder Dance-Mucke! Man kann noch nichtmal von Gratwanderung sprechen. Aber die Einflüsse sind recht klar. Auf ihrer Homepage begründen die Jungs diese Entscheidung damit, daß die wandernden Spielleute früher ebenfalls überall Einflüsse aufgenommen haben, um sie in ihre Musik aufzunehmen, um sie vielfältiger zu machen.

  Einigen ist die Musik zu "martialisch", was ich gut verstehen kann. Vielleicht liegt es an meiner unbedarften, jugendlichen Naivität, daß mir genau das so an Corvus Corax gefällt...

  ...was mich wiederum dazu bewegt hat, mir das Album Mille Anni Passi Sunt zu kaufen. Hier war es erstmal Ende mit der Martialität, die Stücke sind alle sehr viel bedachter, ruhiger, vielleicht ein wenig düsterer und schwerer zugänglich geworden, doch dadurch nicht weniger melodisch.

  Die Band lud für die Aufnahmen übrigens Ottomar Rodolphe Vlad Dracula Prinz Kretzulesco ein, der, man ahnt es, Nachfahre des berühmten Vlad II Tepes ist - welcher bekannter ist unter dem Namen "Dracula"...

Discographie
- Tritonus
- Viator
- Mille Anni Passi Sunt
- Seikilos


Offizielle Homepage:
www.corvuscorax.de


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pamela

(verfasst: Donnerstag, 6. November 2003, 21:48) #

ich bin seit längerer zeit ein fan von Corvus Corax, eigentlich schon zu lange...
zwei der "gestalten" gingen mal in meine klasse, so mitte der achtziger jahre (in der DDR).
ich freue mich jedesmal, wenn ich es einrichten kann, zum konzert zu fahren...aber man wird nicht mehr erkannt oder ignoriert...aber die musik,höchst gewöhnungsbedürtig, gefällt mir trtzdem...

gruß pam


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Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






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