Dugarun :: Forenübersicht :: Registrieren :: Anmelden

NAME:  speichern
 P455W0R7:   
 
   
 
zurück zum Forum
Film und Bild
S.W.A.T. - Die Spezialeinheit
1 / 1 antworten

Akareyon

S.W.A.T. - Die Spezialeinheit (verfasst: Donnerstag, 18. Dezember 2003, 1:44) #

...oder: Der unspezielle Einheitsbrei

  "Auch die Polizei wählt den Notruf", hieß es im Trailer, und, tja, mittendrin im Film war mir auch nach Notruf wählen. Trotz eines vorherigen Betäubungs-Glennfiddichs nämlich hielt ich den Film nicht aus.

  Die Story: Die Special Weapons and Tactics-Einheit des Los Angeles Police Departments soll die Überführung eines superbösen (nebenbei französischen) Großkriminellen sichern. Der allerdings ist bereit, für seine Freiheit 100 Millionen Dollar springen zu lassen.

  Das muß reichen zur Story. Hey, hallo, wir sprechen über einen Film und nicht über Kunst!

  Auf nun, oh cineastisches Erlebnis, würge es aus, all die Scheiße, welche ward verbrochen im sonnigen Hollywood, kotze es alles in unsere Schädel, auf daß unsere Augen mögen leuchten vor Freude ob flackernder Explosionen, rasanter Verfolgungen und atemberaubender Spannung und ÄKTSCHN!

  Es wird Zeit für neue Strickmuster, aber mal echt. Die alten sind jetzt wirklich einfach mal abgelutscht wie Clintons.. egal.

  Part1: Wir sehen, was unsere Helden bisher gemacht haben. Geiseln befreit, Terroristen getötet. Einem amerikanischen Publikum scheint man das erklären zu müssen. Und schließlich macht man das in jedem amerikanischen Film so.

  Part2: Der Konflikt. Im Verlaufe des Filmes muß sich der prinzipentreue Charakter, obwohl er weiß, daß er das richtige getan und Leben gerettet hat, vor seinem Boss rechtfertigen und verläßt konsequenterweise die Einheit. Während dieser sich im Verlaufe des Films alle Antipathien des Publikums erspielt und letzten Endes zum Badass wird, wird sein verräterisches, arschkriechendes Kollegenschwein zum Helden und Sympathieträger des kompletten Films.

  Part3: Coole Sprüche. Weitere Sympathieträger zum Liebhaben, d.h. stereotype Fließbandcharaktere, die man mit anderem Gesicht schon in allen ca. 5 Myriaden ähnlich gestrickter Flicks und Serien gesehen hat.

  Part4: ÄKTSCHN! Explosionen! Viel Aua-Aua! Überraschungen und Wendungen? *lol* Die beiden geplanten "Überraschungen" waren bereits fünf Minuten vor Einführung ihrer Szene vorhersehbar: in dem Moment, als der Konvoi das Gebäude verläßt, ist klar, daß das Primary Target nicht im schwarzen Auto sitzt. Und in dem Moment, als die thaifrassbedingte Verspätung erklärt wird, ist klar: ein Verräter in der Einheit! Persönliche Konflikte der Helden? Ja, wir haben dran gedacht! Schaut mal, wir widmen dem kriselnden Privatleben unseres Helden mehr als 30 Sekunden!

  Part5: Noch mehr Aua-Aua und gähnende Langeweile.

  Part6: Haha-lol-Effekt, selten so geschmunzelt. Happy End insofern, daß man sich über den Abspann freut, denn jetze kann man endlich gehen.

  Anmerkung zur Synchronisation: wer ein Waffenholster nicht von einem Pferdehalfter unterscheiden kann, sollte einfach die Finger von den Übersetzungen lassen.

  Fazit: ein Film, den man sich besser spart. Nichtmal die Leihgebür in der Videothek latzen, man könnte sich höchstens zum Videoabend bei irgendwem einladen, den man nicht mag und ihm das Bier wegsaufen. Besser noch: warten, bis er auf RTLII läuft, dann kann man wenigstens umschalten und während der Werbepausen aufs Klo gehen oder Chips holen.

  Weil ich die Rodriguez ziemlich süß fand, gnädigerweise

  1/10

Regie: Clark Johnson
Buch: Robert Hamner, Ron Mita, Jim McClain
Schauspieler: Samuel L. Jackson, Colin Farrell, Michelle Rodriguez, LL Cool J



IMDb-Seite


antwort mit zitat
   antworten



schreiben
antworten
umfragen
bearbeiten
löschen
moderieren

Obligates
Palantír
Tandaradei
Ex Libri
Film und Bild
In taberna quando sumus
Verweise

Dugarun
Memversuche




Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






[ powered by phpBB 2 | Impressum ]