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Tandaradei
Saviour Machine
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Akareyon

Saviour Machine (verfasst: Donnerstag, 15. Mai 2003, 15:16) #

Also, um den Streit, der in meinem Gästebuch ausgebrochen ist, gleich eins vorwegzunehmen: Saviour Machine hat mehrere Alben herausgebracht. Einmal ist da die "Legend"-Trilogie, die erst noch eine werden muß, und zweitens gibt es noch die Alben Saviour Machine I und Saviour Machine II. Was ich im folgenden schreibe, bezieht sich ausschließlich auf das Lied "American Babylon" aus Saviour Machine II, welches mir im Gegensatz zu den Liedern auf allen drei anderen Alben wirklich sehr gut gefällt.

  Der Sänger (und Producer, und Komponist, und Texter) Eric Clayton macht seine Sache hier wirklich gut. Erst traurig, nachdenklich, zitternd (Clayton mit verträumter, zurückhaltender, doch entschlossener Klavierbegleitung), rüttelt das Stück den Hörer schließlich auf, explodiert, wird entschlossen, mächtig mit der Kraft der Verzefilung, und das alles nur durch pure Stimmgewalt (wobei auch der Drummer mal kurz was zu tun bekommt).

  Auch die restlichen Lieder des Albums gefallen mir recht gut. Die anderen Alben kenne ich nur zum Teil, und die, die ich kenne, gefallen mir nicht wirklich, während es für andere das Werk überhaupt ist, "The inofficial soundtrack for the end of the world". Nicht wahr, SecuriferyX?

  Denn wer sich wirklich mal so richtig runterziehen und in Weltuntergangsstimmung schwelgen möchte, der tue sich die Legend-Trilogie rein. Wände aus Schall; Chöre, Claytons hammergeiler Gesang; Liebe zum Detail und Hang zur Perfektion; Lyrik, die ihresgleichen sucht...

Discographie
- I
- II
- Legend I
- Legend II
- Legend III:I
-   Legend III:II


Offizielle Homepage:
www.saviourmachine.com


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patryck

(verfasst: Dienstag, 27. Januar 2004, 12:35) #

Danke für den netten Beitrag!

...hattest du nicht auch mal was über Sanctum geschrieben?

I CEASED TO SEE HUMAN BEINGS AND SAW SIMPLY THE COOL IMPERSONAL FACE OF A HIGHLY EFFICIENT MACHINE...


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Akareyon

(verfasst: Donnerstag, 29. Januar 2004, 13:25) #

Bestimmt habe ich irgendwo auch mal was über Sanctum geschrieben... auf Platte finde ich es allerdings nicht mehr, deswegen glaube ich, daß es bei einem der früheren Homepage-Updates im digitalen Nirvana verschwunden ist. Ich mach Dir 'nen Vorschlag: schreib Du doch was zu Sanctum, hähä :-P Du hast da sowieo viel mehr Ahnung von als ich.


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Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






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