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Film und Bild
Bang Rajan
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Akareyon

Bang Rajan (verfasst: Montag, 5. Mai 2003, 18:56) #

"Was'n das?" fragte ich und hielt die leere Videokassettenhülle hoch.

  Der Videothekar schaute kurz und sagte "Keine Ahnung, soll wohl aber ganz gut sein. So ähnlich wie Highlander auf thailändisch, nur mit mehr Blut." Nicht, daß mich das besonders neugierig gemacht hätte, aber ich entschied mich, den Film auszuleihen.

  Bang Rajan könnte einer dieser Filme sein, die man sofort wieder vergisst. Er spielt im 18. Jahrhundert. Die Burmesen versuchen, die Hauptstadt des Reiches Siam einzunehmen, und stoßen bei ihrem Zug durch das Land auf den erbitterten Widerstand eines kleinen Dorfes, dessen Heldenmut in diesem Film auf eindrucksvolle Weise geehrt wird.

  Das erste Problem, das auftaucht: fast alle Darsteller sehen gleich aus. Gleiche Frisur, gleiche Gesichtsbehaarung, gleiche Gesichtzüge sowieso. Es fällt dem europäischen Auge sehr schwer, alle auseinanderzuhalten. Aber man gewöhnt sich daran, und auch aus der Story selbst ergibt sich immer wieder der Zusammenhang. Beeindruckend: auch die Komparsen und Statisten spielen derart überzeugend mit, daß es richtig Spaß macht. Die Kulissen sind einfach beeindruckend gestaltet.

  Teilweise wirkt das "Acting" sehr asiatisch und erinnert an manche Eastern, was Mimik, Gestik und Dialoge der Hauptdarsteller angeht. Auch ein wenig Humor kommt nicht zu kurz. Nehmen die sehr detaillierten und mühevoll inszenierten Massenschlachten auch eine Menge Zeit der Story ein, erscheinen sie nicht als Dreh- und Angelpunkt des Films.

  Insgesamt jedoch ist es ein sehr dramatischer Film. Viele verschiedene Hintergrundhandlungen, mehrere wirklich zu Herzen gehende Beziehungskisten, sehr runde Charaktere verleihen dem Streifen eine epische Dichte, die sehr beeindruckend auf mich wirkte, unterstrichen noch durch das Ende des Films.

  Und so wirkte der Film noch einige Tage auf mich, und das kann ich nur von wenigen Flicks behaupten. Sehr gute Arbeit, wirklich.

9/10

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Everything in our age has, when carefully examined, this fundamentally undemocratic quality. In religion and morals we should admit, in the abstract, that the sins of the educated classes were as great as, or perhaps greater than, the sins of the poor and ignorant. But in practice the great difference between the mediaeval ethics and ours is that ours concentrate attention on the sins which are the sins of the ignorant, and practically deny that the sins which are the sins of the educated are sins at all. We are always talking about the sin of intemperate drinking, because it is quite obvious that the poor have it more than the rich. But we are always denying that there is any such thing as the sin of pride, because it would be quite obvious that the rich have it more than the poor. We are always ready to make a saint or prophet of the educated man who goes into cottages to give a little kindly advice to the uneducated. But the medieval idea of a saint or prophet was something quite different. The mediaeval saint or prophet was an uneducated man who walked into grand houses to give a little kindly advice to the educated.

Gilbert Keith Chesterton (Heretics, XIX)






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