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Film und Bild
Equilibrium
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Akareyon

Equilibrium (verfasst: Montag, 4. August 2003, 15:59) #

Weitesgehend unbeobachtet fand der Film "Equlibrium" seinen Weg in deutsche Videotheken, ohne den umständlichen Weg über die Kinos gegangen zu sein. Eine wahrhaftige Erklärung kann ich dafür nicht liefern, denn was der interessierte Querfeldeinausleiher da auf den Schirm bekommt, ist ein ziemlich guter Film.

  Zur Story: der dritte Weltkrieg ist vorbei. Um einen weiteren Krieg zu verhindern, haben sich schlaue Menschen ein schlaues Gegenmittel ausgedacht: das Verbot von Gefühlen bei Todesstrafe. Kunst, Musik und Bücher sind verboten, ihr Besitz führt zur Verurteilung und ins Krematorium. Um dieses durchzusetzen, gibt es medizinische Hilfe in Form eines Mittels namens "Prozium" und militante Hilfe in Form der "Kleriker", eine Sonderkampfeinheit, die Rebellen aufspürt, vernichtet und die Überreste aller Kunst vernichtet. Folge: apathisch herumlaufende Menschen in einer grauen Welt, die der aus "1984" gleicht.

  Der Film fängt an mit der Verbrennung des Originals der Mona Lisa. Und einer Menge Action. Die Geschichte dreht sich um den Kleriker John Preston, alleinerziehender Vater zweier Kinder, seitdem irgendjemand ihr Vergehen der Emotion kolportiert hat. John Preston ist knallhart. Als sein Kollege sentimental wird, gar ein Buch liest, tut er das unvermeidliche. Was er tun muß. Emotionslos. Denn auch er steht unter Prozium. Doch es soll nicht so bleiben...

  Und ich muß sagen - hey, ein geiler Film. Kampfszenen, die alles, was wir in "The Matrix" gesehen haben, vom ästhetischen Standpunkt und der Coolness her einfach wegrult, ein unvorhersehbarer, gefälliger Plot, ein Setting à la "1984" und "Brave New World" (Huxley), überzeugende Schauspieler, Spannung... verdammt nochmal ein Film, den ich euch allen ans Herz legen möchte. Bloß die CGI kommen sehr billig rüber, leider, leider, und erreichen nichtmal heutige B-Movie-Standards. Dennoch:

8/10

Regie und Buch: Kurt Wimmer
Schauspieler: Christian Bale (John Preston), Taye Diggs, William Fichtner, Sean Bean (aka Boromir), Emily Watson


.

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Das Geld soll also, wenn es den Waren gegenüber keine Vorteile haben darf, wie die Waren verrosten, verschimmeln, verfaulen; es soll zerfressen werden, erkranken, davonlaufen, und wenn es verendet, soll der Besitzer noch den Lohn des Abdeckers bezahlen. Dann erst werden wir sagen können, Geld und Ware ständen auf gleicher Rangstufe und wären vollkommen gleichwertige Dinge - so wie es Proudhon haben wollte.

Silvio Gesell (Die natuerliche Wirtschaftsordnung, 1949)






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