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Cosmic Octaver
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Akareyon

Cosmic Octaver (verfasst: Samstag, 20. Oktober 2012, 12:19) #

Ich hab ein kleines Script gebastelt, um einen Satz an Frequenzen oder Wellenlängen zu oktavieren. Mathematisch gesprochen also erstmal eine Logarithmen-Tabelle zur Basis 2 auszuspucken. Eine zweite Tabelle setzt die Eingaben zueinander ins Verhältnis.

http://dugarun.de/tools/octaver.php

In esoterischen Kreisen erfreuen sich die "Planetentöne" und das "Gesetz der Oktave" als Heilmethode und/oder Meditationshilfe einer gewissen Beliebtheit; Interessierte möchten Näheres beim Akasha Project und/oder Hans Cousto nachlesen.

Mir ging es dabei eher darum, eine Art Mikroskop bzw. Teleskop für das Ohr zu basteln (das von Natur aus auf logarithmische Intervalle geeicht ist, da eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Frequenz beim gleichen Ton in einer Oktave darüber/darunter resultiert), um periodische Phänomene und ihre Intervalle in den Größenordnungen wie denen der Spektrallinien des H2-Moleküls oder der Umlaufperioden der Planeten unmittelbar vergleichen zu können.

Somit steht es jedem frei, mit dem Cosmic Octaver esoterischen Hokuspokus und quacksalberischen Schabernack zu veranstalten, durch neue Erkenntnisse die Wissenschaft inlusive Quantenmechanik und Kosmologie zu revolutionieren oder einfach nur musikalische Experimente zu starten.

Als Preset eingepflegt sind bisher:

  1. Umlaufperioden der Planeten des Sonnensystems
  2. Rotationsperioden der Planeten des Sonnensystems
  3. Spektrallinien des THC-Moleküls im Infrarot-Bereich
  4. Lyman-, Balmer-, Paschen-, Brackett- und Pfund-Serien des H2-Moleküls
  5. Taktfrequenzen ausgewählter Retro-Computer
  6. Tonleiter rein
  7. Tonleiter gleichstufig
  8. einige mathematische Konstanten (Pi, Eulersche Zahl etc)


Weitere Vorschläge bitte hier posten!

PS: MDMA und LSD sind jetzt auch in den Presets. Happy trippin'!


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Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






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