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In taberna quando sumus
Einkehr...
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Maggi

Einkehr... (verfasst: Freitag, 9. Mai 2003, 10:47) #

Einen guten Tag wünsche ich allen, die es hierher geschafft haben; Hierher gefunden habe ich durch einen viel herumgekommenen Wanderer mit Namen "Akaréyon", den ich in den Hallen der Stadt Forennews traf, und der mir den Weg zeigte. Mein erster Eindruck dieser Behausung ist, dass der Bewohner wohl eine große Portion Geschmack aufwies, um sie so einzurichten. Besonders die automatisch wechselnden Tapetenbilder - exzellent! Wie dem auch am sein tut - Kriegt der Boss jetzt einen Bonus für die Empfehlung? :-)


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Akareyon

(verfasst: Freitag, 9. Mai 2003, 11:01) #

Alae und Mae Govannen, mein junger Freund!

Erlaube mir, dich aufs herzlichste willkommen zu heissen. Sieh - nichts als eine kleine Herberge für erschöpfte soll es sein; weitab vom Trubel der großen Städte, und nicht nach den Plänen eines Molochs. Und ist es auch noch im Aufbau begriffen - allzuviel der wirren Knöpfchen aus dem subSilver-Standard-Template wirbeln hier noch herum - so darf es doch bereits ein kleiner Zufluchtsort genannt werden ohne Zwang, und - so hoffe ich! auch ohne Zank. Wer der Hektik überdrüssig, sei eingeladen, sich hier für eine Weile niederzulassen.

Und so reiche ich dir einen Humpen frischen Mets als Willkommenstrunk.


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Maggi

(verfasst: Freitag, 9. Mai 2003, 11:42) #

Oha, dieses mal werde ich meinen Brief auf einer Wellentapete schreiben, hehe. Danke für den Met, schließlich gibt es hier (noch) keinen Chris, der ihn mir wegnehmen könnte :-)


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Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






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