Dugarun :: Forenübersicht :: Registrieren :: Anmelden

NAME:  speichern
 P455W0R7:   
 
   
 
zurück zum Forum
Ex Libri
Illuminatus!
1 / 1 antworten

Maggi

Illuminatus! (verfasst: Montag, 12. Mai 2003, 13:19) #

Ich weiß, jedesmal wenn ich ein halbwegs gutes (sei es normal oder nicht normal) lese, muss ich gleich darüber meinen Senf abgeben. Nun kommt es, dass ich über ein kleines Rätselchen auf dem Skats Wind von dem Buch "Illuminatus!" bekommen habe. Ein wenig darüber herausgebracht habe ich, wusste dann schließlich, dass es hauptsächlich um jene Illuminaten und eine blöde Uboot-Crew geht.

Schließlich (wahrscheinlich hatte ich zuviel Geld), habe ich mir es einmal gekauft. Für 15€, beim Dubenhugel. Mein erster Eindruck: Hilfe, sowas kann man nur im Vollrausch schreiben ;-)!

Später hat sich dann meine These als "wahr" erwiesen. Die Autoren waren wohl gerade high, als sie das Buch schrieben (Aka hat es mir auch bestätigt *g*). Das Buch fängt an mit den Ermittlungen des Kommissars Saul Goodman, ein Jude, und deswegen mit vielen Vorurteieln belastet. Der wird später einer Gehirnwäsche unterzogen, er sei Barny Muldoon, sein eigener Kollege. Das klingt doof? Stimmt, ist es auch. Dann macht das Buch irgendwelche Rückwärtssprünge, und geht über zur Person des George. Der kommt auf einigen Umwegen (u.a. über einen Hippie namens Simon Moon) mit den Diskordiern in Verbindung. Die Diskordier verehren die Lateinische Göttin "Diskordia", auf griechisch "Eris", und sind die verbittertsten Feinde der Illuminaten. Deswegen bezahlen sie den amerikanischen Mafiaboss, Drake, um mit ihnen zusammen zu arbeiten, und nicht mit den Illuminaten. Sie bezahlen ihn übrigens mit Statuen - Statuen auf dem sagenhaften Atlantis, die sie vor den Spinnenubootrobotoren der Illuminaten gerettet hatten.

Inhaltlich (ha, ha) beschäftigt sich das Buch eben mit den Illuminaten, eigentlich die "Illuminierten Seher von Bayern", von Adam Weishaupt 1776 in Ingolstadt gegründet. Sie verehren die Zahl 23 und 5, für sie besteht die Welt aus dem Gesetz der Fünf. Was es damit auf sich hat, weiß ich noch nicht, da bin ich noch dabei :-)

Alles in allem ein ziemlich verwirrendes Buch. Aber deswegen nicht unlesenswert. Wenn ich fertig bin, erzähle ich mehr *g*


antwort mit zitat
   antworten



schreiben
antworten
umfragen
bearbeiten
löschen
moderieren

Obligates
Palantír
Tandaradei
Ex Libri
Film und Bild
In taberna quando sumus
Verweise

Dugarun
Memversuche




Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






[ powered by phpBB 2 | Impressum ]