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Film und Bild
The Transporter
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Akareyon

The Transporter (verfasst: Montag, 4. August 2003, 17:12) #

Habe mir eben mal "The Transporter" reingetan. Luc Besson war irgendwie mit drin verwickelt (wir erinnern uns an "Das Fünfte Element" und "Leon der Profi"), schrieb das Drehbuch und war Produzent. "Fein", dachte ich, "ein Film. Ein guter Film, weil Luc Besson mit dranrumgeschraubt hat."

  Die Story: Frank Martin, gespielt von Jason Statham, ist Transporter. Sozusagen der FedEx der Unterwelt. Fluchtwagenfahrer, wenn es sein muss. Nach der für derartige Filme üblichen Einführung in seinen Job und seine "Regeln", die für ihn "bindend" sind (man vergebe mir das Wortspiel) fängt die Story an.

  Denn eines Tages transportiert er eine Tasche mit ein bisschen Frau drin: Lai (Qi Shu) heisst sie, ist Asiatin, liegt gefesselt in seinem Kofferraum und sorgt fortan für eine Menge Ärger. "In was für eine Scheiße bin ich da geraten?" fragt er nach einem ganz lustigen Fight mit Leuchtspurmunition in einer Villa mit roter Tapete. "Große Scheiße", antwortet sie, nachdem er ihr das Klebeband abgenommen hat.

  Frank ist cool. Er ist so cool, daß man fast glaubt, daß man Statham als Ersatz für Bruce Willis genommen hat, der gerade wegen eines Friseurtermins nicht am Film teilnehmen konnte. Lai ist süß, so süß, niedlich und zerbrechlich, daß der traurigste Moment der ist, in dem Frank ihre Fesseln durchschneidet.

  Während die Beziehung zwischen ihm und ihr sich vertieft und dabei vor Erotik ungefähr so prickelt wie eine zusammengeknüllte Papierserviette von McDonald's, planen die Bösen nichts Gutes.

  Wenn irgendwer plausibel erklären kann, wie weit die darauffolgenden Actionszenen zur Story beigetragen haben, bzw. gute Argumente liefert, weshalb die Story (nennen wir es erstmal so, auch wenn es den Namen nicht verdient hat) nicht eine schlichte wie schlechte Entschuldigung dafür ist, unbedingt ein paar coole Fights auf den Schirm gebracht haben zu wollen, setze er sich bitte vorsorglich mit seinem Hausarzt in Verbindung und achte die folgenden Wochen auf Anzeichen darauf, ob er nicht manchmal nasepopelnd unter der Dusche steht und dabei "Auld Lang Syne" rückwärts singt.

  Bitte nicht falsch verstehen - der Film ist nicht langweilig. Die Fights sind meist ziemlich lustig mitanzusehen, vorhersehbar, gut choreographiert, vollkommen hirnlos und sprühen ehrlich gesagt vor guten Ideen und schlechten Foley FX. Langweilig ist der Film nicht, bloß endlos dumm.

  Inlusive Ende, das sei dazugesagt.

  Flach, ganz flach. Wegen cooler Sprüche, cooler Mimik, cooler deutscher Autos, cooler Kung-Fu-Moves und einer hinreißend hübschen wie hübsch verpackten Qi Shu gerade noch

3/10

Regie: Louis Leterrier, Corey Yuen[/b]
Buch: Luc Besson, Robert Mark Kamen
Schauspieler: Jason Statham, Qi Shu


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Nehmen wir an, daß eine kleine monochromatische Lichtquelle Licht ausstrahlt auf einen schwarzen Schirm, der zwei kleine Löcher hat. Die Durchmesser der Löcher brauchen nicht viel größer zu sein als die Wellenlänge des Lichtes, aber ihr Abstand soll erheblich größer sein. In einigem Abstand hinter dem Schirm soll eine photographische Platte das ankommende Licht auffangen. Wenn man dieses Experiment in den Begriffen des Wellenbildes beschreibt, so sagt man, daß die Primärwelle durch beide Löcher dringt. Es wird also zwei sekundäre Kugelwellen geben, die von den Löchern ihren Ausgang nehmen und die miteinander interferieren. Die Interferenz wird ein Muster stärkerer und schwächerer Intensitäten, die sogenannten Interferenzstreifen, auf der photographischen Platte hervorbringen. Die Schwärzung der photographischen Platte ist im Quantenprozeß ein chemischer Vorgang, der durch einzelne Lichtquanten hervorgerufen wird. Daher muß man das Experiment auch in der Lichtquantenvorstellung beschreiben können. Wenn es nun erlaubt wäre, darüber zu sprechen, was dem einzelnen Lichtquant zwischen seiner Emission von der Lichtquelle und seiner Absorption in der photographischen Platte passiert, so könnte man in derfolgenden Weise argumentieren. Das einzelne Lichtquant kann entweder durch das erste oder durch das zweite Loch gehen. Wenn es durch das erste Loch geht und dort gestreut wird, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es später an einem bestimmten Punkt der photographischen Platte absorbiert wird, davon unabhängig, ob das zweite Loch geschlossen oder offen ist. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Platte muß die gleiche sein, als wenn nur das erste Loch offen wäre. Wenn man das Experiment viele Male wiederholt und alle die Fälle zusammenfaßt, in denen das Lichtquant durch das erste Loch gegangen ist, so sollte die Schwärzung der photographischen Platte dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechen. Wenn man nur die Lichtquanten betrachtet, die durch das zweite Loch gegangen sind, so sollte die Schwärzungsverteilung jener entsprechen, die man aus der Annahme enthält, daß nur das zweite Loch offen war. Die Gesamtschwärzung sollte also genau die Summe der Schwärzungen in beiden Fällen sein; in anderen Worten, es sollte keine Interferenzstreifen geben. Aber wir wissen, daß dies falsch ist, und das Experiment wird zweifellos die Interferenzstreifen zeigen. Daraus erkennt man, daß die Aussage, das Lichtquant müsse entweder durch das eine oder durch das andere Loch gegangen sein, problematisch ist und zu Widersprüchen führt. Man erkennt an diesem Beispiel deutlich, daß der Begriff der Wahrscheinlichkeitsfunktion nicht eine raum-zeitliche Beschreibung dessen erlaubt, was zwischen zwei Beobachtungen geschieht. Jeder Versuch, eine solche Beschreibung zu finden, würde zu Widersprüchen führen. Dies bedeutet, daß schon der Begriff 'Geschehen' auf die Beobachtung beschränkt werden muß. Das ist allerdings ein sehr merkwürdiges Resultat, das zu zeigen scheint, daß die Beobachtungen eine entscheidende Rolle bei dem Vorgang spielt und daß die Wirklichkeit verschieden ist, je nachdem, ob wir sie beobachten oder nicht.

Werner Heisenberg (Physik und Philosophie, Frankfurt 1973, S. 34 f.)






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