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Herrschaft
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Akareyon

Herrschaft (verfasst: Dienstag, 5. August 2003, 18:07) #

Eines Abends erschließt sich uns
in einem Gespräch mit einem flüchtigen Bekannten
der Gedanke an die Nichtexistenz unseres freien Willens
und grübeln nach über die Philosophie
der (sozialen) Anarchie, welche logische Konsequenz
daraus zu sein vorgibt.
Denn was macht mich höflich/freundlich sein zu Menschen?
Doch in letzter Instanz der durch Wohlfühlen und
das, was man gutes Gewissen nennt, instrumentalisierte Egoismus
ODER?
Denn warum an den traditionellen Regeln menschlichen Zusammenseins
festhalten, wenn jedes Ding, das wir tun, über wenige bis viele Umwege
uns als Egoisten entlarvt?
Daher wollen wir Egoisten sein: geben und erwarten
und sagen: "es geht uns gut, wir sind, und wir sind gern!"
Um Verzeihung betteln, wenn nötig, wo oberflächlicher Egoismus geschadet hat
Verzeihung gewähren, wenn möglich, und alles andere noch mehr schaden würde
geben vom Herzen (welches unser sein, welches wir "Geist" nennen, ausmacht
und sich über unsere Gefühle definiert)
nehmen mit Dankbarkeit
da die Liebe keine logische Konsequenz
sondern höchste Instanz
und Gefühl, von dem wir abhängig sind, ist.


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Everything in our age has, when carefully examined, this fundamentally undemocratic quality. In religion and morals we should admit, in the abstract, that the sins of the educated classes were as great as, or perhaps greater than, the sins of the poor and ignorant. But in practice the great difference between the mediaeval ethics and ours is that ours concentrate attention on the sins which are the sins of the ignorant, and practically deny that the sins which are the sins of the educated are sins at all. We are always talking about the sin of intemperate drinking, because it is quite obvious that the poor have it more than the rich. But we are always denying that there is any such thing as the sin of pride, because it would be quite obvious that the rich have it more than the poor. We are always ready to make a saint or prophet of the educated man who goes into cottages to give a little kindly advice to the uneducated. But the medieval idea of a saint or prophet was something quite different. The mediaeval saint or prophet was an uneducated man who walked into grand houses to give a little kindly advice to the educated.

Gilbert Keith Chesterton (Heretics, XIX)






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