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Film und Bild
Hypercube: Cube 2
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Akareyon

Hypercube: Cube 2 (verfasst: Donnerstag, 7. August 2003, 1:36) #

Dem Sequel zum Low-Budget-Thriller Cube habe ich wahrhaft mit grosser Erwartung entgegengesehen. Vielleicht ein Fehler, denn was mit Hypercube auf dem Schirm geklatscht wurde, war nicht etwa ein packendes, verstörendes, paranoides Drama voller unbeantworteter Fragen, sondern ein vollkommen enttäuschendes, desillusionierendes, liebloses Produkt, das mal eben hinterhergeschoben wurde.

  Wie schon im kultigen Cube finden sich einige Personen in einem Labyrinth von Würfeln wieder. Die Idee diesesmal: im vierdimensionalen Raum ist alles möglich. Auch, daß man, wenn man aus einem Würfel hinausschaut, sich selbst von hinten sieht. Oder daß man seinen eigenen Tod sieht. In einem Paralleluniversum, oder in einer anderen Zeit. Diesesmal sind mehr Charaktere irgendwie in den Komplex verwickelt. Die Story ist vollkommen hahnebüchen, die Szenen unglaubwürdig und widersprüchlich, die Dialoge und die Schauspieler schlecht, die Regiearbeit unter aller Sau, die Charaktere flach, die Spezialeffekte grottig. Abgesehen davon fehlt dem Film das, was den ersten Teil so interessant gemacht hat: wer steckt hinter alledem? Denn weniger ist mehr. Auch die Gruppendynamik, die Furcht, das, was an Cube so verstörend war - in Hypercube alles irgendein seichtes und vorhersehbares Geplänkel. Da haben auch die Anspielungen auf den ersten Teil nicht geholfen, sondern wirkten einfach wie schlechte Plagiate guter Motive.

  Fazit: die Produzenten hätten die Finger vom Überwürfel weglassen sollen. Eine so geile Idee läßt sich kein zweites Mal wiederholen, und da hilft es auch nichts, wenn die Schauspielerinnen plötzlich ziemlich geil aussehen. Ohnehin bin ich der festen Überzeugung, daß man an Cube nichts hätte besser machen können.

  Tip an den geschätzten Leser: bloß nicht gucken, den Film, nicht mal Leihgebür dafür ausgeben. Lieber noch ein zweites Mal das Original schauen.

1/10

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Everything in our age has, when carefully examined, this fundamentally undemocratic quality. In religion and morals we should admit, in the abstract, that the sins of the educated classes were as great as, or perhaps greater than, the sins of the poor and ignorant. But in practice the great difference between the mediaeval ethics and ours is that ours concentrate attention on the sins which are the sins of the ignorant, and practically deny that the sins which are the sins of the educated are sins at all. We are always talking about the sin of intemperate drinking, because it is quite obvious that the poor have it more than the rich. But we are always denying that there is any such thing as the sin of pride, because it would be quite obvious that the rich have it more than the poor. We are always ready to make a saint or prophet of the educated man who goes into cottages to give a little kindly advice to the uneducated. But the medieval idea of a saint or prophet was something quite different. The mediaeval saint or prophet was an uneducated man who walked into grand houses to give a little kindly advice to the educated.

Gilbert Keith Chesterton (Heretics, XIX)






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