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In taberna quando sumus
Alter! ...
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BansheeOne

Alter! ... (verfasst: Freitag, 16. Januar 2004, 18:02) #

... machst hier'n Forum auf und sachst kein' Ton? Gerade an Deine Weihnachtsmail gedacht, das erste Mal seit Jahren Deine Seite wieder aufgerufen (bzw. über Google gesucht, neue Adresse und alles), und was seh' ich ... früher haben sie sich hier mit Kokosnüssen beworfen, und jetzt das. Schick!

Ich werd' gleich mal losgehen und hier ein paar Tuben Senf ausdrücken. Allegria!


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Akareyon

(verfasst: Freitag, 16. Januar 2004, 23:55) #

AAARGHR! Ich weiß, daß Du einer von denen sein mußt, und ich schätze, Du bist der, der ich glaube, daß Du bist. Wenn, na denn: Herzlich Willkommen, Mann, schön, Dich hier zu sehen! Und wenn Du ein ganz anderer bist (die Chance steht ja höchstens 1:12, hähä): Herzlich Willkommen, Mann, schön, Dich hier zu sehen!

  Ich verzichte absichtlich auf aggressive Propaganda und lasse es hier ruhig angehen - in der Hoffnung, daß sich das Forum von allein irgendwie rumspricht - und dadurch die richtigen zusammenfinden. Spread the Word! Allein durch Deine Bruderschaft würde sich hier die Mitgliederzahl doch glatt innerhalb einer Woche verdoppeln, hö. Es sind alle willkommen!

  (Tut mir bloß einen Gefallen: nummeriert Euch bloß nicht durch!)

  Und später mußt Du mir mal erklären, wie Kokosnüsse und Senf zueinanderpassen sollen.


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BansheeOne

(verfasst: Samstag, 17. Januar 2004, 9:29) #

Ich bin nicht nur einer von denen, ich bin es selbst. :)

Muß mich übrigens bei dieser Gelegenheit mal für Deine vor einigen Jahren freundlicherweise zugeleiteten astronomischen Formeln bedanken. Die bilden mittlerweile die Grundlage für ein, hm, zu ungefähr 30 bis 90 Prozent fertiges Konzept, das seit Jahresfrist erratisch in meiner Schublade wächst. Liegt seit einiger Zeit brach, weil ich damals die Raketengrundgleichung nicht mit dem Prinzip des interstellaren Ramjetantriebs zusammenbrachte ... muß demnächst mal wenigstens den (typischerweise umfangreichen, aber erst angefangenen) technischen Teil ein bißchen überarbeiten und Dir das Ganze zur Kenntnisnahme zuschicken ...

Der Spruch mit den Kokosnüssen stammt aus "Jake Speed" - fällt in die Kategorie "so grottenschlecht, daß es schon wieder cool ist". Außer ein paar zitierfähigen, aber nur mit der entsprechenden Szene im Kopf verständlichen Zeilen wie

"Oh, Elend!"

"Bleich werden, Jungs!"

"Desmond, sieh mal über's Geländer - hat sich da nicht was bewegt?"

ist das einzig bemerkenswerte an dem Ding, daß irgendjemand es geschafft hat, John Hurt zum Mitspielen zu zwingen - und daß Mark Snow die Musik gemacht hat.

Natürlich ist der Streifen Kult bei uns. ;)


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Akareyon

(verfasst: Montag, 19. Januar 2004, 23:32) #

Er ist es selbst! Jubelruf und Zimbelschall! *froifroi* Geduld zahlt sich aus, die Zeichen stehen gut - mögest du Vorhut einer phänomenal prächtigen Stammgastschaft sein! *g*

  Ja - aber immer her mit der Mathematik! Das eine oder andere kann ich ohnehin kaum erwarten - als da wäre zum Beispiel eine Nachricht über die Veröffentlichung Deines TOP SECRET-Projekts. War nun meinerseits nach langer Zeit mal wieder auf Deiner Homepage (sehr fein durchgestyled übrigens!) und da steht was von Sommer 2003! *vorwurfsvoll guck*

  Nun, den Sommer habe ich ehrlicherweise damit verbracht, mit meinen neugewonnen Freunden von Fünfer des nächtlichen Freibads zu springen oder vollkommen altruistisch motivierte Produkttests durchzuführen ("Also, irgendwie schmeckt der richtige Baileys besser als der vom Aldi. Wer hat'n das Pintchen, ich will 'nen Orgasmus misch... - EY! Lass die Kerzen an! Die bröseln da gerade! Scheiße, wer hat den Wein auf meinen Rucksack gekippt?" - "Was?!? Der Wein?" - "Lieber 'n Kind erschießen als 'nen Tropfen Alk vergießen!" - "Ich hasse den Spruch." - "Du bist ja auch ne Frau." - "Wolle wars!"  - "Steine in sein Gesicht!" - "Wo iss'n dä Dingenskirchens?" - "Der ist in'n Wald, mit Julia poppen" - "Isser nichmehr mit Kathrin zusammen?" - "Doch schon, aber die is eh am Kotzen und kriegt nix mehr mit, helf der mal einer überhaupt" - "Ey, ich hab 'ne Idee, lass Faschos klatschen gehen!") - und mir neue Feinde zu machen (erstens: *zwei Finger senkrecht unter die Nase leg* "ich habe ja nichts gegen Ausländer. Die sollen bloß bleiben, wo sie herkommen. Aber gegen Dich habe ich ja auch nichts, Zottelzecke. Wir sind schließlich ein Volk! Und deine Freundin da wäre auch sehr süß, wenn sie nicht diese Toddel-Dreadlocks hätte. Aber richte deinem Freund aus, wenn ich ihn das nächste Mal sehe, gibt's Schläge. Das ist nichts politisches. Das ist persönlich." - zweitens: *handgestrickten Eierwärmer auf den Kopf setz* "eh, willsu Sträss oda was? Bissu schwul oda was? Gleisch liegst du und blutest! Isch mach disch tot, Alta! Isch weiß, wo deine Falim - Famli - Famililie wohnt, isch töte deine Mutta!" - drittens: *in Tankstelle getorkelt komm* "ssssss.... s-sechs Padapapaderborner unn Klaarn hier...!"). Und doch habe ich bei jeder Amazon-Bestellung die Banshees erst in den Warenkorb und dann wieder zurück auf den Merkzettel geschoben. Ich habe an Dich gedacht, Mann! Ehrlich und aufrichtig! Und natürlich die Pre-Releases studiert und die Rezensions-Texte von der HP in die Foren-Datenbank geschoben. Aber die Formelsammlung hätte ich vergessen.

  Okay, man darf also gespannt sein. Great times are ahead!

  ad "Jake Speed": Argh, der Kult ist schuld. Ich kenne den Flick nicht, doch du reißt fiese Narben meines wunden Herzchens auf. Mir fielen in letzter Zeit viele Havah-Nagila-Kultigkeiten ein, die irgendwie fast verlorengegangen sind. Ich hoffe, die vier hier irgendwann auch mal zu sehen: "Captain Avalanche Iceman Lord Oberon Tresher High Noon", "(Heavy [D)J Neisen]", "Securifer(yX)" und "White '6o7' Tails"... ach, mit Wehmut denke ich an Ma Baker, "Jukka Jukka Jukka", "Say it loudly and proudly", "Konzept Luxus" und andere Spinnereien zurück.

  Ich glaube, morgen gehen erstmal vier Mails raus. *sniefheulrabääh*

  Mit dem geplanten Heimaturlaub Anfang Februar wird wohl dummerweise auch nix wegen (meinerseits unverschuldeter!) Vorladung ins sog. "Bullenkloster". Ich hoffe, irgendwann kommen mal wieder alle zusammen irgendwie.

  Und jetzt nehme ich mir die Zeit, herauszufinden, warum ich Mark Snow kennen sollte, und danach ab in die Federn, muß morgen früh raus, Benzoldampfflash auffrischen :-)


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BansheeOne

(verfasst: Dienstag, 20. Januar 2004, 11:12) #

Oh, Credit für die Blue Strike-Seite geht an Bruder #4 ... ist aber noch immer nicht ganz der angestrebte Endzustand. Wir wollen noch mal ein paar aussagekräftigere Bilder dafür produzieren ...

Das Produkt selbst befindet sich seit vier Monaten zur Begutachtung bei Droemer Knaur ... bin mir nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist. Früher bekam man immer nach sechs Wochen Antwort, aber seit die Verlagsgruppen so groß geworden sind ... Random House hat vorher schon sieben Monate gebraucht, um mir ein vorgefertigtes Schreiben mit "Vielen Dank ... leider, leider ... und da haben Sie Ihren Schmarrn zurück" zu schicken.

Auf meiner Shortlist stehen noch Bastei Lübbe. Moewig und Heyne (die vom Gefühl her schon immer am besten zu mir gepasst haben, aber mittlerweile von Random House übernommen worden sind, während das Kartellamt ein Jahr lang über die Rechtmäßigkeit meditiert hat ... inzwischen scheint nach Abgabe einiger Sparten eine Lösung gefunden, und Heyne hat nach wie vor eine eigene Anschrift und soll weitgehend unabhängig sein ... sicher, Dicker ...)

Und wenn ich mit denen durch bin, mache ich mir noch den Spaß und belästige Mare, die Sachen machen, die im weitesten Sinne einen Bezug zum Meer haben ... ich schätze, dafür ist mein aufgebohrter Kahn voll qualifiziert. Und dann dürfte das laufende Jahr auch rum sein, und es gibt immer noch das gute alte BoD-Verfahren ... währenddessen plane ich im Hinterkopf die nächsten zwei bis drei Folgen. Ich denke, demnächst geht es um ... Öl ... und Marktanteile, und ... Norwegen. :)

Break, break.

Mit der Astronomie hatte ich relativ wenig Probleme, nachdem ich mich erst mal eingearbeitet hatte. Das einzige, wo ich mir nie ganz sicher bin, ist die Auflösung von Beschleunigung nach Zeit (d.h. Flugzeit für eine gegebene Strecke bei konstanter Beschleunigung bzw. Verzögerung), spielt aber gegenwärtig auch keine große Rolle.

Mehr Schwierigkeiten habe ich als alter "First Grade Science Fiction"-Anhänger mit der korrekten technischen Umsetzung von Fusionsantrieben in landefähigen Raumfahrzeugen. Direkte Verwendung der Reaktionsprodukte scheidet wegen der entstehenden Temperaturen, Gamma- und Neutronenstrahlung offensichtlich aus ... hatte daher vorerst zwischen interstellaren Schiffen mit direktem und Landungsschiffen mit thermischem Fusionsantrieb unterschieden.

Bin mir aber nicht sicher, ob ein rein thermisches System praktikabel ist (Trennung der Treibmasse vom Fusionsplasma im Magnetfeld der Reaktionskammer) bzw. ob ein "geschlossenes" thermisches System überhaupt die Leistung eines konventionell-chemischen Antriebs erreichen würde, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Oberfläche zu erreichen.

Bei einem "Mischantrieb", wie ich ihn für kleinere Fahrzeuge mit thermischem Fissions-Marschtriebwerk bereits umgesetzt habe, würde sich der Leistungsunterschied zu interstellaren Schiffen vermutlich auf das Ramjetprinzip beschränken (unwahrscheinlich, das man einen Magnetfangtrichter auf ein Landungsfahrzeug kriegt ...).

Will auch mindestens noch ein Kapitel zu Robotik und Kybernetik sowie zum heutigen politischen System und Schulsystem auf der Welt schreiben, die ich mir als Setting für den Anfang der Handlung ausgesucht habe ... mit der Zeit müssen dann noch die sechs anderen Welten (teils mit mehreren Staaten) und eventuell Außenposten hinzukommen.

Im Moment gehe ich die Sache nach dem Rollenspielprinzip mit "Grundbuch" und zu addierenden "Quellenbüchern" an. Tatsächlich ist der Rollenspielgedanke der Ausgangspunkt des Ganzen, aber natürlich gibt es eine Handlung, die dieses Universum durchzieht. Auch hier wieder in Serie gedacht ... und die Zukunft steht bereits fest ... :)


Zitat Akareyon:
Und jetzt nehme ich mir die Zeit, herauszufinden, warum ich Mark Snow kennen sollte


Psst! Akte X? Millenium? Duweißtschon? :)


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Akareyon

(verfasst: Mittwoch, 21. Januar 2004, 0:02) #

Hm - "Akte X" war doch das erste Blitzbirnchen, die mein Hinterstübchen irgendwie zu erhellen vermochte. Natürlich, das Gänsehaut-Mystery-Jingle, das für sich genommen irgendwie in keiner Weise zu begeistern vermochte - aber durch den Zusammenhang mit der damit verbundenen Serie cool war. Da ist wie mit den Titelsongs und -melodien zu "Walker, Texas Ranger", "Flying Doctors", "Die Schwarzwaldklinik" und "Duck Tales". Da lobe ich mir doch Basil Poledouris, John Williams, Geinoh Yamashirogumi, Ennio Morricone und Hans Zimmer, ha!

  Öl, Marktanteile und Norwegen also, aha. Man darf gespannt sein. Wird auch Zeit, daß anstatt heißen Wüstensands mal nordisch eisiges Fjordwasser aus den Seiten rieselt, wenn man ein Buch von Dir etwas schüttelt :-) Und wenn das Ende zu der blauen Angelegenheit auch schon diffus feststeht, geht es Dir ja wie unserer Kollegin/Konkurrentin J. Kathleen R. - und blöderweise habe ich in beiden Fällen eine böse Vorahnung, worauf es hinauslaufen wird. Wobei mir beim Harald Töpfer nach einiger Zeit ein weiser Ratschlag von Dir in den Sinn kam, es hatte was mit der Glaubhaftigkeit von Autoren und ihren Leichen zu tun. Drum bin ich der Meinung, daß beim Phoenix-Orden der Zauberlehrling und viele Fans zu früh um einen erst im dritten Band eingeführten Charakter getrauert haben. Was ich damit sagen will: der Einführungstext Deiner HP gibt m.E. schon etwas zu viel her bzgl. der Identität der steuernden Oberullus - oder führt absichtlich in die Irre. Bin trotzdem gespannt auf die Fortsetzungen - und zu welchem Entschluß die Begutachter letzten Endes kommen.

  Und als nächstes fegen wir also Deinen Sternenstaub aus unserem Bücherregal. Zu Deiner Frage. Wir gehen von einer gleichmäßigen Beschleunigung aus.
  
Code:
v sei die Endgeschwindigkeit

s sei die Strecke, die zurückgelegt wird

t die Zeit, in der beschleunigt wird

ausnahmsweise mal α für Beschleunigung

Tragen wir in einem v,t-Diagramm die Geschwindigkeit über der Zeit auf, haben wir einen linearen Kurvenverlauf, die Geschwindigkeit nimmt ja konstant zu. Die zurückgelegte Strecke entspricht dabei der Fläche unter der Kurve. Wir haben also ein Dreieck, von dem wir zwei Seitenlängen kennen: v und t. Wie berechnen wir die Fläche eines Dreiecks?

Ääääh...
  
Code:
[1] s = v*t/2

also

  
Code:
t = 2*s/v

Nun interessiert Dich nicht die Endgeschwindigkeit, sondern die Beschleunigung. Auch kein Ding.

  
Code:
α = v/t

v = α*t

ergo, in [1]

  
Code:
s = α*t²/2

daraus folgt

  
Code:
t = sqrt(2*s/α)

Und wie wir beim Borg gelernt haben, machen wir gleich den Einheitentest: Sekunde gleich Wurzel aus Meter geteilt durch Meter pro Sekunde Quadrat gleich Wurzel aus Meter mal Sekunde Quadrat durch Meter gleich Wurzel aus Sekunde Quadrat gleich Sekunde. Check!

  Daß ich mit Landern und ihren Antrieben meine liebe Not hatte bzw. aufgrund akuter Ahnungslosigkeit wenig dazu sagen kann, weißt du ja selber. Nuja, selbst NASA und ESA lassen ihre millionenschweren Apparaturen einfach weitesgehend ungebremst aufschlagen - passt scho'.

  Worauf ich mich jedoch am allermeisten freue, sind die verschiedenen Welten (und hoffentlich dazugehörigen Kulturen und Philosophien - denn das hast Du echt drauf und deswegen lese ich Dich gerne). Und ich hoffe irgendwie, daß Du die Kinderkrankheiten der bisherigen Bücher auskuriert hast - oder zumindest so verpackst, daß ich sie zu schätzen weiß. Damit meine ich insbesondere die streng linearen Storyverläufe, die einem manchmal das Gefühl vermitteln, Du hättest das Buch zu "Deinem" Film (Einzelvorführung) geschrieben. Um es an einem Beispiel zu erklären: ich liebe die Rowling dafür, daß sie viele liebevolle Details in ihre Beschreibungen (ein kleiner Nebensatz, ein dussliger Spruch von Ron) packt, die teilweise ja und teilweise nein, teilweise vorhersehbar oder vorherahnbar und teilweise nicht und oft irreführenderweise zu einem späteren Zeitpunkt eine wichtige Rolle für den Verlauf der Story spielen. Aber vielleicht wird das Problem ja durch die Orientierung an Add-On-Rollenspielwelten ausgemerzt.

  Verdammt, jetzt habe ich mich verlaufen und bevor ich noch mehr Blödsinn schreibe, höre ich auf. Entdeckte verstörenderweise gerade auf Spiegel-Online das Fallbeil der bisher unumstößlichen Doktrin, THC mache zwar dumm, aber nicht tot. Das rüttelt am Weltbild. Genauso wie die Erkenntnis, daß Daniel gar kein so'n toller Held ist, wie ich immer dachte.

  Ist im Prinzip auch egal, auf 24.000 Joints komme ich im Leben nicht und fernsehen tu ich ebenfalls nur alle zwei bis vier Wochen, wenn ich mal wieder nach langer Metaldisco-Nacht bei meinem besten Freund nächtige. Und RTL gehört da eher nicht zu den Sendern, die ich als erstes anwähle.  

Wird bloß Zeit für Bubu. Morgen mehr.


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BansheeOne

(verfasst: Mittwoch, 21. Januar 2004, 9:07) #


Zitat Akareyon:


  
Code:
[1] s = v*t/2



  
Code:
t = sqrt(2*s/α)



Ah! Aaaaah!

Ich hatte einfach wie folgt aufgelöst:


  
Code:

v = s/t

α = v/t

α = s/t²

α*t² =  s

t² = s/α

t = sqrt(s/α)


Lag ich also bloß um den Faktor sqrt 2 daneben. ;)

Übrigens bedeutet mein Hardcore-Ansatz auch, daß die Sieben Welten von menschlichen Explorationsunternehmen unterschiedlicher Nationen bzw. multinationaler Kooperationsprojekte kolonisiert wurden, und die Staaten und Gesellschaften nach den diversen Rück- und Fortschritten von fünf Jahrhunderten immer noch deutliche Bezüge zur jeweiligen Ursprungskultur aufweisen. Da kommt BattleTech oder einfach mein Politik- und Geschichtsstudium durch, jedenfalls ist jede Welt klar einem heutigen Kulturkreis zuzuordnen ... mit Deinen kompletten Neuentwicklungen kann ich da definitiv nicht mithalten (kann aber schon mal sagen: da ist ein unsagbar dunkles Geheimnis im Hintergrund ... spielt nochmal das Akte-X-Thema, Jungs ...)

An meinem Handwerk arbeite ich natürlich immer; das schlägt sich allerdings vorwiegend in kürzeren Sätzen und Absätzen, weniger Adverbien und anderem Ballast, und vor allem in weniger Detailbeschreibungen nieder. An meiner Linearität kann ich, wie ich fürchte, direkt nichts ändern, da das der Weg ist, auf dem der Stoff zu mir kommt (ich sage ja tatsächlich immer, daß ich einfach den Film im Kopf abschreibe). In der Tat hoffe ich, das mit dem Serienprinzip umgehen zu können. Es ist zwar nicht der einzige Grund, aber kurzen "Folgen", die jeweils nur 25 bis 30 Prozent der Länge eines "großen" Projekts umfassen, kann man jeweils eine neue Richtung der Gesamtgeschichte geben, auch wenn sie in sich linear sind. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn sich nach bewährtem FASA-Prinzip irgendwann andere Autoren in meinem Universum betätigen und parallele Stränge entwickeln ... aber den göttlichen Plan hab' nur ich. :)

Das norwegische Setting ist übrigens neben der tatsächlich nötigen Abwechslung bei den Postkartenmotiven auch aus rein sachlichen Gründen gewählt ... nachdem ich mit Neapel einen gewissen Standard der Authenzität gesetzt habe, muß ich ja wohl weiterhin Schauplätze verwenden, auf denen ich mich auskenne. Schiffe und Flugplätze sehen überall gleich aus, und was man oft genug im Fernsehen sieht, wird genauso vertraut wie die eigene Straße ... aber es sind die Kinderwagen vor den "Kondomeriet"-Schaufenstern in Bergen, die das "been there"-Feeling ausmachen. :)


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Akareyon

(verfasst: Mittwoch, 21. Januar 2004, 20:52) #


aber es sind die Kinderwagen vor den "Kondomeriet"-Schaufenstern

*lol*
  
Code:
v = s/t
Und genau da liegt des Bartels Most im Pfeffer begraben. Die Geschwindigkeit ist in diesem Falle eben nicht einfach Strecke pro Zeit, sondern nimmt ja konstant zu. Böse Falle!

  Ich muß jetzt - um erstmal ein paar Illusionen zu zerstören - ganz ehrlich gestehen, daß ich von Rollenspielen wenig Ahnung habe bzw. noch nie ein Spielbuch gelesen habe. Zwar bin ich auf der letzten Spielemesse in Essen vollkommen fasziniert vor jedem Tabletop- und Pen&Paper-Game stehengeblieben und habe mich auch schon köstlich über den White Dwarf amüsiert, aber ich habe noch keine einzige Runde DSA oder Warhammer 40.000 mitgespielt. Leider. Das Problem ist nämlich die Fülle von Primär- und Sekundärliteratur, die man scheinbar kennen muß. So wurde mir schon häufig von begeisterten Fans "Shadowrun" ans Herz gelegt, und ich gebe zu, es kribbelt gewaltig, aber ob ich den Nerv dazu hätte, mir vorher Dutzende von Büchern durchzulesen? Und wenn ich nur daran denke, daß irgendwann auch anderes Volk an Deinem Universum mitbasteln darf und man hinterher womöglich noch einen Kanonizitätsindex bräuchte...

  Extrem-Beispiel: Star Wars (du bemerkst vielleicht meine subtil angedeutete Todessehnsucht). Timothy Zahn brachte noch Genie in das Universum, erweiterte es brilliant um Noghri und Admiral Thrawn, schwängerte Leia Organa Solo undsoweiter. Der gute Kevin J. Anderson hat sich einfach nur totalen Murks zusammengeschrieben, Luke Skywalker demontiert und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, daß der Millenium Falcon das letzte Verkehrsmittel dieser Zeit sein wird - daß Douglas Adams nicht einen fröhlich den Gästen von Milliways zuwinkenden Chewie erwähnt, der danach vollkommen unversehrt aus dem Urknall des nächsten Universums geflogen kommt und hinterher bloß mit etwas Spucke und zwei Lüsterklemmen den Fluxkompostor reparieren muß, ist alles.  Dabei hätte die Schüssel laut Drehbuch schon von Lando Calrissian im zweiten Todesstern endgültig geschrottet werden sollen. Die Paktiererei von Bakura war dann ausser den beiden phänomenalen Prequels Episode I und Episode II das letzte SW-Werk, das ich mir angetan habe.

  Und dann bin ich mal auf das "been-there-Feeling" dieser Zukunftsvision gespannt :-P Nein, im Ernst: genau da wäre eine ganz bestimmte Art Detailverliebtheit genau das richtige. Ich bemerkte bei den Arbeiten zu "Dumek", daß ich wahnsinnig viel Husch-Husch geschrieben habe, ohne Beschreibungen, die für Atmosphäre hätten sorgen können. Okay, nicht ganz Fantasy (ich komme nicht so ganz klar auf Magie und so'n Kram), aber auch nicht ganz Sci-Fi. Eine andere Welt halt, in der Entwicklung irgendwo zwischen der Erfindung des Rades und der des Schießpulvers, ein bisschen römische Geschichte hier, ein bisschen fernöstlicher Kram da und die fiesen Horden lehnen wir an Wikinger und Mongolen an. Beschreib mal den Tempel der Marii, als hätte ihn jeder schonmal im TUI-Reisekatalog gesehen. Andererseits beschreibt man ja auch nicht die Wirkungsweise eines Viertakt-Motors, wenn man in einem normalen Krimi seinen Helden ins Auto steigen läßt - er fährt einfach los (so wie in Star Trek. WIE das Holo-Deck und der Heisenberg-Kompensator funktionieren, kann man sich ja in den Fanbooks anlesen). Man verliert sich fast automatisch in Erklärungen von Dingen, die man für sich, seine neue Realität, schon begriffen und vor Augen hat. In "Wie ein Willkommen" hatte ich wenigstens Karsten als denjenigen, der kennt, was alle kennen und das Neue auch so beschreibt, das perfekte Medium (und die Parts mit den Rückblenden und aufsatzartigen Erklärungen hatten dabei so eine Art experimentellen Charakter). Du hast Patsy. Das perfekte Medium - was 'ne Reporterin ist, wissen wir, aber was zum Teufel ist eine Sikorsky? Und so sehr wir beide Kreimeier schätzen: mit Seterra tut er seinem Leser genau das gleiche an wie Du mit den Banshees. Die Figuren, durch deren Augen wir sehen, scheinen sich selbst andauernd Dinge erklären zu müssen, die sie schon längst kennen, und da stockt der Lesefluß. Nur, damit der Leser weiß, worum es eigentlich geht. Das wirkt schnell unglaubwürdig. Der Reiz an Star Wars IV bis VI war, daß fast alle Identifikationscharaktere aus ihren Welten gerissen wurden und die anderen Völker und Planeten genauso erstaunt und unbedarft erlebten wie wir. Und stammten dennoch aus Kulturkreisen, die uns wiederum nicht bekannt sein konnten. Anderes Beispiel: mit Beutelsend kommen wir noch klar, die rauchen da Pfeife, das kennen wir. Und dann erst begleiten wir Frodo auf die Reise und staunen mindestens ebenso wie er - erst nach Bree, dann nach Rivendell, dann zu Galadriel. Harry ist genauso erstaunt über Diagon Alley und später Hogwarts wie wir - und indem er von Hermione und Ron lernt, lernen wir, bis hin zu Avada Kedavra.

  Darum übrigens wird auch meine Mahayena ziemlich schnell in fremde Gestade entführt :-) (oh Mann, das habe ich gerade alles selbst analysiert! Bestimmt gibt es einen einzigen lateinischen, literaturwissenschaftlichen Fachbegriff, der dieses Phänomen mit sieben Buchstaben beschreibt.)

  Für Dich wird das vielleicht wieder schwieriger werden, wenn Du uns Leute vorstellst, die ihre (Deine) Welt schon wie ihre Westentasche kennen. Aber nun gut, ich kenne von dem Projekt noch nicht einen Buchstaben und mache mir vermutlich bloß unnötig Sorgen. Ich freue mich auf Appetithäppchen!


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BansheeOne

(verfasst: Donnerstag, 22. Januar 2004, 0:09) #

Oh, an Details wird es mir bestimmt nicht fehlen ... im Moment habe ich ein vierzigseitiges Nachschlagwerk zu Geschichte, Gesellschaft und Technik, aber erst eine dürre Gliederung für eine Pilotfolge der Erzählung ... ;)

Der Rollenspielgedanke stand zwar am Anfang, aber von Beginn an habe ich auch den gleichzeitigen Erzählzyklus gesehen. Der Unterschied ergab sich für mich gar nicht, da ich von Shadowrun und BattleTech die unterschiedliche Vermarktung des gleichen Universum gewöhnt war (daher auch mein Verweis auf FASA - nicht das Ausgraben und nochmalige Vögeln erfolgreich gestorbener Leichen, sondern die einander ergänzende Behandlung verschiedener Protagonistengruppen im selben Bezugsrahmen).

Ich habe sowohl Shadowrun als auch MechWarrior gespielt, war aber später bei Star Wars nicht mehr dabei ... hatte das Rollenspiel etwas über, da die eigentlich interessanten Stellen immer in Würfelorgien ausarteten. Irgendwann habe ich mir mit Bruder #4 mal Gedanken über ein weitgehend "würfelfreies" Spielsystem gemacht. Ist aber lange verstaubt, und im Moment betreibe ich keinerlei Anpassung an Notwendigkeiten des Rollenspiels, sondern operiere ausschließlich im physikalischen Bereich ... für Spieleentwicklung fühle ich mich allein auch nicht kompetent genug.

Apropos Seterra: hatte jahrelang nur den dritten Band, kürzlich antiquarisch Teil 1 erworben ... Mann. Da merkt man, daß der Kreimeier erst 23 und noch voll in der Entwicklung war, sozusagen beim Schreiben gelernt hat. Noch detailliertere Technik, noch längere, überfrachtetere Sätze (und Teil 3 hat mich da schon derart negativ geprägt, daß ich Jahre brauchte, um davon loszukommen ...), billige Spannungseffekte und solche Monsterbilder wie: "Der gigantische stählerne Leviathan lauerte einer Metallkathedrale gleich in der endlosen Schwärze des Raumes wie ein Raubtier, das zum Sprung ansetzte" ... oder so ähnlich ... dafür nichts von der eiskalten Seinshinterfragung, die mich an Teil 3 so fasziniert hat ...

Aber der "Hardcore"-Technik-Ansatz ist natürlich derselbe, und bei aller schlechten Stilbeeinflussung führt der letztlich zu Projekten wie diesem ... zusammen mit ein paar über das ständige "Krachbumm" in Star Wars hinausentwickelten Figuren, ein bißchen BattleTech, Babylon 5, Lifeforce und diversen verspätet rezipierten Teenie-Serien ... :)


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patryck

(verfasst: Donnerstag, 22. Januar 2004, 11:42) #

Halli hallo,

wollte nur ankündigen, dass ich diesem Forum wohl auch des Öfteren beiwohnen werde...

allerdings nicht jetzt, jetzt geht's erstmal ab nach Bayern...

Danke für die Mail, Akareyon!

~patryck


antwort mit zitat

Akareyon

(verfasst: Montag, 26. Januar 2004, 10:51) #


Zitat BansheeOne:
Apropos Seterra: hatte jahrelang nur den dritten Band, kürzlich antiquarisch Teil 1 erworben ...

  Das ist sehr schön - und sehr verdrießlich andererseits insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß mir unlängst das gleiche Glück zuteil wurde - und das gleich doppelt, denn der zweite Band war auch noch dabei und eigentlich hatte ich vorgehabt, Dir die beiden zukommen zu lassen. Gibt ja schließlich immer was zum Befeiern und Beschenken - Ostern, Weihnachten, Geburtstag (muß ja nicht der eigene sein), Towel's Day undsoweiter. Schickma Anschrift per PM, krisse zweiten Teil auch noch; sozusagen das Mittelstück zwischen Technik-Orgie und Philosophie-Fortgeschrittenen-Kurs.

  Wo du gerade von Figuren-Entwicklung sprichst: darf ich mich eigentlich wieder auf Metamorhosen von "BittebeschützmichichbineineFrau"-Tussis zu amazonenähnlichen Kampfweibchen, unterschwellig knisternde Erotik im sanften Lichte einer in der Nähe hochgehenden Granate und Beziehungskrisen zwischen Kochlöffel und Rambo-Messer freuen?

  PATRYCK! Grüß Ditsch! Hey, herzlich willkommen, wie schön, Dich hier - noch dazu so unerwartet (hähä) - zu sehen! Hei, das wird ein Spaß hier.


antwort mit zitat

BansheeOne

(verfasst: Montag, 26. Januar 2004, 13:37) #


Zitat Akareyon:

Zitat BansheeOne:
Apropos Seterra: hatte jahrelang nur den dritten Band, kürzlich antiquarisch Teil 1 erworben ...

Das ist sehr schön - und sehr verdrießlich andererseits insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß mir unlängst das gleiche Glück zuteil wurde - und das gleich doppelt, denn der zweite Band war auch noch dabei und eigentlich hatte ich vorgehabt, Dir die beiden zukommen zu lassen. Gibt ja schließlich immer was zum Befeiern und Beschenken - Ostern, Weihnachten, Geburtstag (muß ja nicht der eigene sein), Towel's Day undsoweiter. Schickma Anschrift per PM, krisse zweiten Teil auch noch; sozusagen das Mittelstück zwischen Technik-Orgie und Philosophie-Fortgeschrittenen-Kurs.


Alla! Immer her damit. Ursprünglich hatte ich versucht, die ganze Trilogie auf eBay zu erwerben, wo mich natürlich in letzter Sekunde zahlreiche im Hintergrund lauernde Fans überboten haben. An den ersten Band kam ich dann eher zufällig, da ich bei Internet-Suche eine Online verzeichnete Quelle in Göttingen fand. Und zwar betreibt die Dame in dem Mineralienshop hinter der Jacobi-Kirche (also gleich neben dem SF-Merchandise-Ramsch-Shop in der Jüdenstraße, in dem ich zuerst prompt aufgelaufen bin) auch so ein bißchen Antiquariat nebenbei, hatte aber nur besagten Teil 1.

Kürzlich habe ich mich noch in den Arsch gebissen, weil ich nicht daran gedacht habe, Teil 2 auf meinen Weihnachtswunschzettel zu setzen und die Komplikationen antiquarischer Online-Bestellung auf die Family abzuwälzen ... als ich neulich noch mal suchte, fand sich dann nämlich nichts mehr. Aber siehste, so fügt sich das Schicksal zusammen. Bin gerade im Basislager der Familie unter der guten alten Hillside 36 zu erreichen, da ich im Februar für vier Wochen das Eichsfelder Käseblatt mit meiner Mitarbeit behelligen werde ...

Wenn Du Teil 1 kennst, erklärt sich auch der Hinweis auf die Figuren, die sich gegenseitig Selbstverständliches erklären - denn das tritt hier in der Tat in unverträglicher Konzentration auf. Die Entschuldigung, daß die Crew von Kälteschlaf und Psychoblockern ziemlich hinüber ist und kaum noch drei Hirnzellen Gedächtnis zusammenkriegt, kann da nicht wirklich überzeugen ... jemanden, der nachfragen muß, wie lang das Raumschiff ist, in dem er sich befindet, würde ich jedenfalls nicht an meinen Fusionsreaktor lassen.

Immerhin, den Kunstgriff, daß der einleitende Countdown sich bis ins Detail spiegelbildlich zum Ende der Geschichte verhält, fand ich lustig, und habe ihn auch nicht gleich erkannt. ;)


Zitat Akareyon:
Wo du gerade von Figuren-Entwicklung sprichst: darf ich mich eigentlich wieder auf Metamorhosen von "BittebeschützmichichbineineFrau"-Tussis zu amazonenähnlichen Kampfweibchen, unterschwellig knisternde Erotik im sanften Lichte einer in der Nähe hochgehenden Granate und Beziehungskrisen zwischen Kochlöffel und Rambo-Messer freuen?


Ha! :)

Nun, Entwicklung von Figuren wird es auf jeden Fall auch geben - sogar ziemlich dramatische und häufig gegen den Willen der Betroffenen ... verschärft durch die Tatsache, daß sich der geplante Handlungsrahmen über etwa 15 Jahre voller Umwälzungen und unerfreulicher Ereignisse erstreckt. Ein Seterra-Erbteil der Geschichte ist allerdings: Dieses Universum ist kalt. Hier gibt es vor allem zwei Arten von Beziehungen: solche, die auf Macht, Manipulation und Ausnutzung beruhen ... und die tragischen, die niemals sein können.

Das schließt den einen oder anderen Funken nicht aus, aber der stellt häufig nur einen Blick über den Zaun in den schönen Garten nebenan dar. Liegt aber auch an den Figuren, die sich in einem Feld bewegen, wo die Ratio der Politik Gefühle ausfriert und nationale Interessen die persönlichen überrollen. Wie gesagt, der Keim des Ganzen war der Gedanke, schon vorhandene Charaktere über das ständige Geballer bei Star Wars hinauszuentwickeln, sie politisch statt mit vordergründiger Feuerkraft agieren zu lassen. Und das hat man dann davon.

Aber natürlich muß man ab und zu doch ein paar Leute umbringen, und natürlich wird's irgendwann Krieg geben (der Tag steht schon fest, hähähä), und natürlich langen meine Mädels immer ordentlich hin, wenn man ihnen erstmal alles weggenommen, sie zerbrochen und in der notwendigen Form neu zusammengesetzt hat ... fahrt das "Ghost in the Shell"-Thema ab, Jungs ... ;)

Hm, muß mal zusehen, daß ich das Handbuch im Lauf der Woche auf einen vorläufig präsentablen Stand kriege, habe es schon vor Urzeiten noch ein oder zwei anderen Leuten versprochen ...


antwort mit zitat

Akareyon

(verfasst: Mittwoch, 28. Januar 2004, 0:15) #


Alla! Immer her damit. Ursprünglich hatte ich versucht, die ganze Trilogie auf eBay zu erwerben, wo mich natürlich in letzter Sekunde zahlreiche im Hintergrund lauernde Fans überboten haben.

  Ups! *fg*

  Verdammt, im Februar wollte ich doch, wenn es sich finanziell einrichten läßt, auch in die alte Heimat... da sollte es doch möglich sein, daß wir uns Zwecks Übergabe mal treffen!

  Scheiße, kaltes Universum. Du bleibst Dir also auch in diesem Punkte treu. Und okay, jeder muß einmal sterben, einmal kommt die Zeit, wie WIZO schon sangen. Ich habe ja selber nichtmal was gegen das eine oder andere gut plazierte Bauerngambit, und auch seinen Protagonisten darf man schonmal ein würdiges Ableben bescheren. Ich hoffe bloß, daß Du das Gefühl nicht den Details opferst. Man liest Dich gerne, weil Du ganz offensichtlich Ahnung hast von dem, was Du da schreibst - besonders, was Technik, Politik und Geschichte angeht, bringst Du Zusammenhänge fundiert und nachvollziehbar rüber - aber wenigstens soll einen das Buch bis zum Schluß mindestens eine Packung Taschentücher gekostet haben!

  Okay, das ist meine Meinung, aber da ich eher nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehöre, kann die Dir auch schnurz und piep sein :-P Insbesondere interessiert mich jetzt Deine selbstauferlegte Bumm-Peng-Askese, nachdem einem in vorherigen Werken die Querschläger nur so um die Ohren pfiffen. Wobei natürlich ein SciFi-Polit-Thriller mit gelegentlichen Action-Einlagen (wenn ich das bisher richtig verstanden habe) schon einen gewissen Reiz hätte. Hach, und wenn ich dann noch eine Mischung aus Königin Amidala und Ellen Ripley bekomme, bin ich doch schon glücklich :-)


  Ich stecke übrigens gerade in einem fetten Dilemma. Ich habe einen Film im Kopf. Ein episches Drama, fast Fantasy, aber eben nicht typisch Fantasy. Ich fühle instinktiv, daß ein Buch nicht das passende Medium wäre, weil so viel von dem, was ausgedrückt werden will, in Bilder gefasst werden muß. Ein Comic böte sich an, mein zukünftiger Schwager ließe sich bestimmt zu einem gemeinsamen Projekt bereiterschlagen. Und doch, den Bildern würde die Musik fehlen! Der Ideen habe ich viele, doch ich kriege sie nicht zu Papier und schleppe diesen Tagtraum mit mir herum.

  Und außerdem wollte ich noch ein paar Gurkengläser bei eBay verticken. Ich trete auf der Stelle.


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BansheeOne

(verfasst: Mittwoch, 28. Januar 2004, 10:48) #


Zitat Akareyon:
Hach, und wenn ich dann noch eine Mischung aus Königin Amidala und Ellen Ripley bekomme, bin ich doch schon glücklich :-)


Keine Sorge, habe schon eine waschechte Prinzessin in der Hinterhand ... obwohl der thronfolgerische Aspekt gegenwärtig eher theoretischer Natur ist, denn seit dem Aufstand gegen die Monarchie auf Brigit im Jahr 548 und dem beleidigten Rückzug der Königsfamilie ins innere Exil ihrer Erblande ... äh ... also, das ist 'ne lange Geschichte. ;)

Allerdings ist die eher eine der Nebenfiguren, die man zu Anfang mal kennenlernt, die aber erst in einigen Jahren wirklich wichtig werden. Der komplexe Ansatz bringt eben, wie im wirklichen Leben, viele handelnde Figuren mit sich. Und obwohl ich natürlich schon wegen des Publikums die Geschichte mit ein paar Charakteren zusammenhalten muß, tragen echte Leute halt keine Aufkleber "Held" - "Bester Freund des Helden" - "Die blonde Schnitte mit den dicken Titten" - "Oberbösewicht" - "Finsterer Helfer des Oberbösewichts" - "Die eiskalte Schlampe" ...

Und übrigens, nur weil Beziehungen nicht funktionieren, muß keiner auf Taschentücher verzichten ... man könnte das sogar umgekehrt betrachten. ;)

Die Probleme "habe Film im Kopf, kriege nicht zu Papier" und "es fehlt die Musik" kenne ich. Ich möchte daher auch dazu übergehen, jeden sinnvollen Abschnitt einer Geschichte wenigstens mit ein paar Textzeilen der imaginären Begleitmusik einzuleiten. Ich weiß, das ist nicht dasselbe, und was macht man mit den Instrumentalstücken ... mal ganz abgesehen von den Feinheiten des Copyrightrechts ...

... da bleibt nur die Hoffnung, irgendwann mal die Filmrechte zu verkaufen. Auch ein Grund, warum ich so schön visuell schreibe. :)

"Fast Fantasy" klingt interessant (ich habe unter meinen zahlreichen "für die Zukunft" skizzenhaft festgehaltenen Ideen neben verschiedenen "Alternate Histories" auch so ein "Lord of the Rings meets Last of the Mohicans"-Dings ...). Wirf mal ein paar Brocken (neuer Thread in passenderem Forum? Wir stehen hier schon die ganze Zeit in der Lobby rum ...).


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Akareyon

(verfasst: Donnerstag, 29. Januar 2004, 15:19) #

Also, meinen Film habe ich an dieser Stelle mal zu "Papier" gebracht.

  Und nu mach hinne mit Deinem Handbuch, Du hast mich neugierig gemacht *fg*

  Bin jetzt aber ernsthaft am Überlegen... lohnt sich ein eigenes Forum für solche Diskussionen, oder nehmen wir den Palantír als allgemeines Off-Topic-Forum? Oder den so lassen als "Weltspiegel" gewissermaßen und ein neues Forum "Dies und Das" aus der Taufe heben?


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Das Geld soll also, wenn es den Waren gegenüber keine Vorteile haben darf, wie die Waren verrosten, verschimmeln, verfaulen; es soll zerfressen werden, erkranken, davonlaufen, und wenn es verendet, soll der Besitzer noch den Lohn des Abdeckers bezahlen. Dann erst werden wir sagen können, Geld und Ware ständen auf gleicher Rangstufe und wären vollkommen gleichwertige Dinge - so wie es Proudhon haben wollte.

Silvio Gesell (Die natuerliche Wirtschaftsordnung, 1949)






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