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Film und Bild
The Matrix Trilogy, etc.
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patryck

The Matrix Trilogy, etc. (verfasst: Donnerstag, 12. Februar 2004, 11:19) #

So, ich wurde also gebeten, mal einen Matrix-Thread zu eröffnen.

Nun gut. Viel Zeit ist vergangen seit den Tagen, da man sich am EGD in den großen Pausen und in Freistunden über die Odds and Ends des "Klassikers" unterhielt, darüber philosophierte, theoretisierte,...

Viel Zeit ist vergangen, viel Neues ist hinzugekommen, Vieles muss umgedacht, anders angepackt, aus anderen Perspektiven durchleuchtet werden. Besonders natürlich Reloaded, Revolutions, The Animatrix und bei Bedarf auch Enter the Matrix sollten einbezogen werden.

Wobei ich jetzt nicht davon ausgehe, sagen zu müssen, dass ich den ersten Film natürlich bedeutend besser finde als sämtliche Fortsetzungen. Ich denke, das geht allen so. Die Fortsetzungen kommen natürlicherweise nicht an die Eigenheit, die Eleganz oder die Komplexität des "Originals" ran.

Trotzdem muss ich sagen, dass sie versucht (und weitläufig geschafft) haben, einen ähnlichen Effekt wie nach dem ersten Anschauen des ersten Teils zu erzeugen: Man ist zunächst verwirrt, fragt sich, ob man alles richtig verstanden hat, denkt nochmal nach... und bekommt einige "Erkenntnisse" erst im Nachhinein - zumindest ging es mir so.

Vor allem die Sache mit den 7 evrschiedenen Zions und den 6 Vorgängern von Neo vereitet mir Kopfzerbrechen. Musste das sein? Warum auf einmal diese seltsame Wendung in der Vorgeschichte? Welche Rolle haben der Architekt und das Orakel wirklich gespielt? - Und was macht Neo anders als seine Vorgänger? Und vor allem: Was genau passiert nach dem Ende von Revolutions?

...
soweit erstmal -
~der Graf~

I CEASED TO SEE HUMAN BEINGS AND SAW SIMPLY THE COOL IMPERSONAL FACE OF A HIGHLY EFFICIENT MACHINE...


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Akareyon

(verfasst: Montag, 23. Februar 2004, 3:15) #

Du solltest Dir mal die IMDb-Foren anschauen. Da liest sich eine MENGE krasser Ideen zu. Ich bin übrigens Begründer der berühmten "Cookies-need-love"-Theorie :-)

  Das mit den sechs vorangegangenen Zyklen ist mir auch nicht ganz klar geworden, es strengt doch an, diesen plötzlichen Knick mitzumachen. Meine Überzeugungen in Kurzfassung. Spoilers ahead.

  Der Architekt und das Orakel sind Yin und Yang. Er ist Mathematiker, Statistiker, Beherrscher der Fakten und Zahlen. Strebt Vollkommenheit an. Seine Gegenspielerin ist Chaos. Sie will die Menschen verstehen, studiert sie. Sie weiß nicht, sie lernt. Trinity muße auf diesem Wege sterben - sodaß alles, was Neo hassen kann, das Schicksal ist; bad luck, dumm gelaufen: keine Maschine hat sie erschossen und kein menschlicher Bane/Smith. Neo kann den Maschinen ohne Wut entgegentreten und den Pakt schließen. Dieser ist nötig, denn im Gespräch mit dem Councillor wird ihm klar, daß es nichts bringt, die Maschinen einfach plattzumachen und in dieser desolaten Realität ohne palmenbewachsene Sandstrände sämtliche Maschinensklaven freizusetzen. Damit wird mein Hauptkritikpunkt an der unfertigen Logik des ersten Films behoben. Der Merowinger könnte ein Vorgänger Neos sein, der erste vielleicht gar ("I survived your precedessors and I will survive YOU"). In seinem Flur hängt die Zahl 101. Er sammelt Informationen, denn er weiß, daß Informationen Macht verleihen - unendliche Macht. Persephone ist die entführte Tochter des Unterweltsgottes, zuständig für die Jahreszeiten. Sie testet Neo auf seine Liebe zu Trin. Nur so kann sie sicher sein, daß er Liebe empfinden kann. Das konnten seine Vorgänger nicht - und scheiterten. Mit Neo ist es etwas anderes, wie der Architekt erklärt. Neo trifft eine andere Wahl als seine Vorgänger und rettet Trinity, zieht wegen seiner Liebe (oder weil er schlicht glaubt, die dicksten Eier im Universum zu haben) ihr Schicksal dem der Menschheit vor.

  Die Kekse-Theorie unterbreite ich Euch ein andermal, ich habe die hier nur auf englisch und mein Kissen ruft, ich soll mit ihm kuscheln.


antwort mit zitat

Akareyon

(verfasst: Donnerstag, 4. März 2004, 23:34) #

Nachtrag: habe gerade diesen wundervollen Text von Bernard White gefunden (dem Kerl, der Rama Kandra gespielt hat). Stilistisch nicht so brilliant, inhaltlich kickt's Popo: Klickst du!

Er zieht den Schluß, an den ich mich noch nicht rangetraut habe (weil ich mir erst noch die Rev.-DVD besorgen wollte). Nämlich, daß die Filme von vorne bis hinten einfach nur Tiefgang haben und die Trilogie eines der großartigsten Kunstwerke der Kinogeschichte ist.

Geilster Spruch in diesem Zusammenhang überhaupt:

Zitat MAX:
What our esteemed friends, Larry and Andy, actually did, was release a very honest, alternative almost independent style film to a mainstream audience with blockbuster level promotion.

No wonder it was so badly received.

They released a work of art when the industry is producing movies to the level of "Bad Boys" and "Pirates Of The Caribbean".

Quelle


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It was the imagination that made each crime bear its misshapen brood. In the common world of fact the wicked were not punished, nor the good rewarded. Success was given to the strong, failure thrust upon the weak. That was all.

Oscar Wilde (The Picture Of Dorian Gray)






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